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We feed the world

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We feed the world

- essen global

 

DOKU: We feed the world 

Österreich / 2005 / 96 Min. / deutsch

Regie + Buch: Erwin Wagenhofer

 

Kurzbeschreibung:

Erwin Wagenhofer zeigt eine Welt zwischen Überproduktion und Armut, zwischen industrieller Massenproduktion und traditioneller Produktion im Einklang mit der Natur. Die Lebensmittelherstellung tendiert zu immer effektiveren und kostengünstigeren Anbauweisen.
Es werden Fragen aufgeworfen zur Lebensmittelverteilung, der Qualität und dem Wert von Nahrungsmitteln. Der Blick wird kritisch auf die Agrarwirtschaft in EU- Länder und Schwellenländer gerichtet.

 

 

 

Stationen des Films

 

Österreich

 

In Wien, einer industriellen Stadt werden täglich Lebensmittel überproduziert, womit andere Städte problemlos ebenfalls versorgt werden könnten. 2 Millionen Kilo frisches Brot werden jeden Tag in den Müll geschmissen. Die Nahrungsmittelpreise sind sehr niedrig, daher stellen sich Fragen auch für den Verbraucher: „Wollen wir wirklich Tierfabriken mit 20.000 Schweinen, damit unser Schnitzel nicht mehr als 2€ kostet?“
In der Steiermark in Österreich zeigt sich eine Tendenz zu massenhafter regionaler Produktion. Hybridlinien werden für gute Mastleistung gezüchtet, in einem Stall sind 4400 Tiere. Der Film zeigt den Weg von der Brut zum Küken und dann zum Masttier und letztendlich die Schlachtung der Tiere. In einer Brüterei werden 40.000 Mastküken pro Woche „produziert“.

 

Frankreich

 

In der Bucht von Concarneau in Frankreich wird noch mit kleinen Schiffen zum Fischen aufs Meer hinaus gefahren. Der autonome Fischer Dominique Ciezio betreibt nachhaltige Fischerei, er richtet sich nach dem Rhythmus von Jahres- und Tageszeiten mit der Natur. In 3-4 Jahren wird Dominique Ciezio die nachhaltige Fischerei aufgeben müssen, da die EU eine Ertragssteigerung durch industrielle Fischerei mit großen Schiffen erreichen will. Jedoch ist die Qualität industriell gefischter Ware geringer und die Gefahr der Überfischung hoch.

 

Spanien

 

In Almeria in Südspanien erstreckt sich eine Gewächshauslandschaft von 35000 Hektar, die sogar aus dem Weltraum zu sehen ist. Klimatisch nützliche Standortbedingungen haben zu einem hochproduktiven Anbaugebiet für Treibhausgemüse geführt. Die Pflanzen werden aber nicht in Erde gezogen, sondern größtenteils in mit Nährstoffen angereicherter Steinwolle. Die Arbeit in den stark mit Pestiziden belasteten Anlagen wird vor allem von nordafrikanischen zumeist illegalen Migranten geleistet. Sie arbeiten zu Dumpinglöhnen und unter unmenschlichen Wohn- und Lebensbedingungen. Das Gemüse (hauptsächlich Tomaten) wird quer durch Europa transportiert, da der Transportpreis nur 1 Prozent vom Regalpreis beträgt. Niedrige Lebensmittelpreise und regionale Massenproduktion bewirken einen durchschnittlichen Verzehr von 10 kg Treibhausgemüse eines Europäers im Jahr.

 

Rumänien

 

In dem Agrarland Rumänien zeigt der (inzwischen ehemalige) Produktionsdirektor des weltgrößten Saatgutherstellers „Pioneer“ Karl Otrok traditionelle Feldarbeit, ohne Gentechnik und Hybridsamen.  Hybridsaagtgut ist ein Einwegprodukt, dass nur einmal keimfähig ist und dadurch viele Bauern abhängig von Saatgutherstellern wie „Pioneer“ macht. Das traditionelle Saatgut verschwindet nach und nach  und die Qualität der Produkte sinkt. Außerdem bekommen Feldarbeiter einen geringen Lohn. Durch Hybridsaatgut und beispielsweise gentechnisch veränderten Soja „Roundup Ready Soja“ wird die ursprünglich traditionelle Landarbeit und Saatgutzucht in Rumänien sukzessiv zerstört, so Karl Otrok. Die Firma Pioneer wirbt jedoch mit dem absurden Slogan: „We feed the world“.

 

 

weiterführende Links: 

+ offizielle Webseite zum Film

+ essen global - Filminfo

 

 


zuletzt aktualisiert am: 20.04.2009 - 15:43 - © film.mondamo.de
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